Ausbildung

Eigentlich war von Kindheit an mein klares Berufsziel – in einer Mischung aus Abenteuerlust und Berufungsgefühl – Missionar zu werden, weil ich in diesem Beruf in erster Linie die faszinierende Aufgabe des „Seelsorgers“ gesehen habe.

Bis zu 2 Jahren Priesterseminar im legendären Georgianum in München hat mich dieser Weg geführt. Es war eine bewegte und wertvolle Zeit. Aber manches im Leben hat dann doch eine ganz andere Anziehungskraft!

Parallel zum Diplom-Studium der Katholischen Theologie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München habe ich einfach aus Absicherungsgründen zusätzlich das Fach Sportphilologie für Gymnasien an der Technischen Universität München studiert.

Das hatte zur ungeplanten Folge, dass ich erst mal in den Schuldienst mußte, um die Berufschance Lehrer am Gymnasium grundsätzlich zu wahren. Daraus sind dann 17 Jahre Lehrerdasein am Max-Reger-Gymnasium in Amberg geworden.

Mein eigentliches Herzensziel „Seel-Sorger“ habe ich nicht aus den Augen verloren und im Anschluss an das Theologiestudium an der Uni Regensburg Diplom-Psychologie studiert.

Bereits während des Psychologiestudiums habe ich praktische Erfahrungen in einer 1-jährigen Ausbildung für die Telefonseelsorge und in einer 3-jährigen Ausbildung zum Eheberater gesammelt und dabei begeistert die Gedanken der Gesprächspsychotherapie nach C.R. Rogers aufgenommen.

Ab 1983 übernahm ich die Aufgabe des Schulpsychologen für die vier staatlichen Gymnasien in Amberg und Sulzbach-Rosenberg. Teilweise ernüchternde Erfahrungen in dieser Arbeit haben mich zur einer mehrjährigen Ausbildung in Familientherapie nach Virginia Satir und in Hypnotherapie nach Milton Erickson geführt. Diese Sichtweisen haben meine psychotherapeutische Arbeit ungemein bereichert.

In fast 20 Jahren Mitarbeit an der Eheberatungsstelle in Amberg habe ich mit Hunderten von Paaren an dem Lebensthema gearbeitet, das mir bis heute ein Herzensanliegen geblieben ist, an der Paarbeziehung.

Während den 17 Jahren als Lehrer und Schulpsychologe konnte ich wertvolle Erfahrungen in der Arbeit mit Gruppen sammeln, sowohl in der Fortbildung für Lehrer aller Schularten im regionalen und überregionalen Bereich wie auch in der Supervision.

1996 habe ich die Schule verlassen und eine eigenständige Praxis als Psychotherapeut in Amberg-Ammersricht gegründet. Seit 1999 bin ich nach zwei Intensivkursen für tiefenpsychologische Psychotherapie für Erwachsene von allen Krankenkassen zugelassen als Psychologischer Psychotherapeut.

Die 2-jährige Ausbildung von 2000 – 2002 in systemischer Familientherapie nach Bert Hellinger und zahlreiche Seminare und Kongresse im In- und Ausland bei ihm und anderen Aufstellern zählen zu meinen wertvollsten Erfahrungen und Veränderungen in meiner therapeutischen Laufbahn. Es war, als ob ich immer schon auf dem Weg dorthin war und nun endlich angekommen bin.

Die Erfahrungen in 10 Jahren Arbeit als kassenzugelassener Psychotherapeut haben mir gezeigt, dass wieder eine neue Entscheidung ansteht. Im Mai 2007 habe ich freiwillig meine Kassenzulassung zurückgegeben. Den täglichen Gewissenskonflikt, hilfesuchende Patienten mit akuten Anliegen abweisen zu müssen, weil man über Monate hinaus mit laufenden Therapien ausgebucht ist, möchte icht nicht länger mitmachen. Ich arbeite nun wieder auf Selbstzahlerbasis, d.h. dass ich nur kurzzeitige Begleitungen anbiete für Menschen, die jetzt und möglichst schnell eine stützende und helfende Begleitung brauchen.

Ich sehe meine Arbeit darin, Menschen Impulse, Wegweiser zu geben, ihr Leben selbst-ständig nach ihren wirklich eigenen Vorstellungen zu gestalten. Das ist manchmal schon in nur wenigen Begegnungen möglich.

Wenn ich mein wesentliches Ziel als Therapeut in eine Formel bringen sollte, dann wären es 3 „M’s“ :

–>    „M-enschen  –   M-ut  –  M-achen“

Nähere Angabe hierzu siehe unter TÄTIGKEITSBEREICH